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Erste Hilfe

Vorsorge für einen Notfall

Klären Sie bitte vorab, ob Ihr Haustierarzt sowohl nachts als auch am Wochenende erreichbar ist. Sie sparen so wertvolle Zeit.

Klären Sie bitte ferner, ob und welche Operationen Ihr Haustierarzt durchführt. Auch hier geht es um wertvollen Zeitgewinn. Steht Ihr Haustierarzt nachts sowie am Wochenende nicht zur Verfügung, notieren Sie sich bitte die Telefonnummer der Kleintierklinik Ihrer Wahl. Stellen Sie sicher, dass Sie diese Tel. Nr. immer sofort verfügbar haben (z.B. im Portemonnaie).

Normalwerte von Hund und Katze

Hund

Puls/Herzschlag: 70 -120/ min
Atemfrequenz: 20 - 30/ min
Farbe der Maulschleimhaut: rosa (feucht)
Temperatur 37,5 – 39,0

Katze

Puls/Herzschlag: 80 - 140/ min
Atemfrequenz: 30 - 40/ min
Farbe der Maulschleimhaut: rosa (feucht)
Temperatur 38,0 – 39,0

Die Temperatur wird mit einem normalen Thermometer im After des Tieres gemessen.

Annäherung an einen verletzten oder schwer kranken Patienten

Gehen Sie ruhig und vorsichtig auf das verletzte Tier zu. Sprechen Sie es beruhigend an und beobachten seine Reaktion. Versuchen Sie Leine und Maulkorb oder Schnauzenband anzulegen. Keinen Maulkorb bei Erbrechen, Atemwegsbeschwerden sowie bei Nasenbluten!

Bitte bedenken Sie: Auch die friedlichste Katze und der zutraulichste Hund können unter Stress und Schmerzen zum wilden Raubtier werden! Deshalb beachten Sie immer als oberstes Gebot den Selbstschutz!

Vitalfunktionen: Atmung, Herz, Kreislauf

Ganz wichtig für das Überleben Ihres Lieblings ist die Atmung: Kontrollieren Sie unbedingt, ob Ihr Hund/Ihre Katze noch atmet. 7 Minuten ohne Sauerstoff bedeuten auch für Tiere schwerste Hirnschäden!!

Sie können die Atmung überprüfen, indem Sie auf den Rippenbogen und dessen Bewegungen achten, den Luftzug aus den Nasenöffnungen fühlen, oder aber bei schwerst verletzten Patienten einen Spiegel vor die Nasenöffnungen halten. Lebt das Unfallopfer, so beschlägt der Spiegel!

Atmet der Patient nicht mehr, so strecken Sie Hals und Kopf und beginnen mit der Brustkorbmassage, indem Sie mit der flachen Hand den Brustkorb im Bereich des Rippenbogens rhythmisch zusammenpressen.( ca. 30 x pro Minute).

Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Herzfunktion: Parallel zur Kontrolle der Atemtätigkeit müssen Sie die Herzfunktion überprüfen! Sie kontrollieren den Puls an der Oberschenkelarterie, auf der Innenseite des Oberschenkels, dicht unter der Bauchdecke.

Eine weitere Möglichkeit ist das Ertasten des Herzschlages unmittelbar hinter dem rechten/linken Ellbogen des Patienten.

Fühlen Sie weder Puls noch Herztätigkeit, bedeutet dies Herzstillstand!!!

Sie müssen sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen!!

Dazu betten Sie den Patienten auf eine flache, am besten harte Unterlage und beginnen mit rhythmischem Druck im Bereich des Herzens hinter dem Ellbogen. Ca. 60 Kompressionen pro Minute sowie ca. 6 x beatmen sind erforderlich, um den Patienten am Leben zu erhalten.

Wenn nach 10 Minuten kein Puls fühlbar ist, die Atmung nicht spontan erfolgt, die Pupillen hochgradig erweitert sind, auf Lichteinwirkung keine Pupillenreaktion auslösbar ist und die Schleimhäute blaurot sind, dann ist Ihr Begleiter verstorben!

Transport zum Tierarzt

Jede verletzte Katze oder jeder verletzte Hund kann zum Tierarzt gebracht werden! Legen Sie Ihrem Hund einen Maulkorb um oder ein Schnauzenband an, um sich zu schützen! Ihre verletzte Katze fassen Sie am besten mit festen Handschuhen an und setzen sie in einen verschließbaren Karton! Bitte denken Sie daran: Selbst der friedlichste Hund (auch Ihrer!!) oder die liebste Katze (auch Ihre) beißt plötzlich zu, wenn er/sie Schmerzen hat!

Erscheinen Hund und Katze nicht mehr "lauffähig", so leistet eine Wolldecke gute Dienste: Lagern Sie Katze oder Hund darauf und benutzen Sie sie so als Krankentrage!

Schock

Ein Schock kann viele verschiedene Ursachen haben: schwere Verletzungen, schwere bakterielle Infektionen, Herz-, und Nierenversagen, etc.

Symptome des Schocks sind:
Pulsfrequenz deutlich erhöht, der Puls ist schwach fühlbar ( fadenförmig), die Schleimhäute sind blass und trocken, die Kapillarfüllungszeit(KPF) der Schleimhäute -(z.B. durch Druck auf die Maulschleimhaut ausgelöst)- beträgt länger als 3 sec., bis sie wieder rosa sind, die Körperoberfläche fühlt sich kühl an, die Atmung ist schnell und flach, die Gliedmaßen fühlen sich kalt an.

Wichtigste Hilfsmaßnahme:
Patient warm halten und sofort zum Tierarzt! Legen Sie Ihren Liebling auf eine Decke oder notfalls aufs eigene Oberhemd und transportieren ihn sofort in die Klinik!!

Versorgung von Blutungen/Wunden

Blutungen

Halten Sie Ihren Hund/ Ihre Katze ruhig! Drücken Sie mit einer sterilen Kompresse, mit der Faust oder den Fingern auf die Blutung.

Lagern Sie den blutenden Körperteil erhöht! Ist die blutende Stelle nicht zugänglich (Nase), kühlen Sie bitte mit einem Eisbeutel! Steht die Blutung nicht innerhalb kurzer Zeit, legen Sie bitte einen Druckverband für ca. 30 min an. Blutet auch danach die Wunde, über den 1.Druckverband einen zweiten mit stärkerem Druck anlegen.

Handelt es sich um eine arterielle Blutung, die hellrot und pulsierend spritzt, so legen Sie sofort einen starken Druckverband an und suchen umgehend einen Tierarzt auf!

Blutet dieser Verband durch, so müssen Sie sofort die Gliedmaße abbinden( Zusammengeknoteter Hemdsärmel, der mit Stock aufgedreht wird, Strumpf- oder Hose.) Eine derartige Abbindung niemals länger als 30 min abgebunden lassen!, dann lösen und gegebenenfalls neu abbinden.

Wunden

Bei nur geringen kleinen Wunden säubern Sie diese bitte mit einer Pinzette (falls vorhanden) oder spülen sie mit physiologischer Kochsalzlösung( zur Not mit klarem fließenden Wasser). Falls vorhanden, nehmen Sie zur Erstversorgung bitte Braunol 1:10 verdünnt oder Lavasept. Anschließend entfernen Sie die Haare am Wundrand, tragen eine milde Desinfektionslösung auf, entfernen, wenn möglich, Fremdkörper und legen einen Schutzverband an, den Sie trocken halten müssen und alle 2 Tage wechseln sollten! Achten Sie bei jeder Wunde darauf, dass Ihr Liebling nicht an der Wunde lecken kann!! Dies stört entgegen landläufiger Meinung die Wundheilung!

Größere Wunden decken Sie mit Wundgaze aus Ihrer Hunde/Katzenapotheke steril ab und suchen sofort einen Tierarzt auf!!

Versorgung von Brüchen

Knochenbrüche (Frakturen) erkennen Sie unter anderem an folgenden Anzeichen: hochgradige Schmerzhaftigkeit im Bereich der Fraktur, deutliche Schwellung, Knirschen, Reibe- oder Knackgeräusche, kein Geh- oder Stehvermögen, Fehlstellung sowie abnorme Beweglichkeit der Gliedmaße.

Brüche werden grob in zwei Klassen eingeteilt: offene und geschlossene Frakturen

Bei einer offenen Fraktur ragen die Knochenenden aus einer offenen, meist blutverschmierten Wunde heraus. Diese Wunde müssen Sie mit einem sterilen Tuch (Tierapotheke) sauber abdecken und über das obere sowie untere Gelenk hinaus nach entsprechender guter Polsterung (eigenes Unterhemd etc) beiderseits stabilisieren (2 entsprechend lange Stöckchen aus der freien Natur reichen zur Erstversorgung absolut aus). Anschließend bringen Sie den Verletzten sofort in eine Kleintierklinik!

Geschlossene Frakturen werden im Prinzip wie oben beschrieben versorgt und ebenfalls sofort in die Tierchirurgie gebracht!

Verbrennungen

Verbrennungen sind in der Regel sehr schmerzhaft. Deshalb seien Sie vorsichtig, wenn Sie einem verbrannten Tier Erste Hilfe leisten wollen. Die Wunden müssen mit feuchten, sauberen Tüchern steril abgedeckt werden. Dies kühlt und schützt die Wunden vor weiterer Verschmutzung. Bei ausgedehnten Verbrennungen ist umgehend eine Tierklinik aufzusuchen!

Augenverletzungen

Bei Schädigungen des Auges können wir folgende Symptome finden:

Blinzeln, Zukneifen des Auges, Lichtscheue, wässriger-schleimiger-eitriger Augenausfluss, Lidschwellung, starke Rötung der Bindehaut, graublaue Verfärbung der Hornhaut, Fremdkörper (Granne oder Holzsplitter), Vorfall des Augapfels.

Bei all diesen Symptomen sollten Sie das Auge mit kalten Wasser spülen, keinesfalls im Auge steckende Fremdkörper entfernen (gehört unbedingt in die Hand des Tierarztes) und schon gar keine cortisonhaltige Augensalbe verwenden! Dies führt bei unsachgemäßer Anwendung zur Erblindung des Patienten. Vermuten Sie einen Fremdkörper als Auslöser der Erkrankung, so suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf.

Bissverletzungen

Häufig finden Sie/wir nur kleinste Verletzungen, die die Haut durchdringen, es jedoch gewaltig in sich haben! Immer bergen Bissverletzungen die Gefahr in sich, massiv infiziert zu sein. Häufig finden wir unter kleinsten Hautwunden größte Gewebstraumata mit Zerreißungen von Muskulatur, Bauchdecke und Knochengewebe!

Wegen der starken bakteriellen Infektion durch Bissverletzungen muss fachgerechte Versorgung innerhalb von maximal 12 Stunden erfolgen. Bis dahin als Erste Hilfe: Abdecken der Wunde, keinesfalls irgendwelche Salben etc. auftragen, da diese bei Wundnaht die Heilung stören können.

Akuter Durchfall

Plötzlicher Durchfall zeigt sich in der unkontrollierten Entleerung von wässrigem, gelbbraunen bis blutig dunkel verändertem, zum Teil übelstinkendem Kot. Dieser wird häufiger als normal abgesetzt. Ihr Vierbeiner ist teilnahmslos und für nichts zu begeistern.

Als Erste Hilfe empfehlen wir folgendes Vorgehen:
Futterentzug für 24 Stunden! Flüssigkeitsangebot reichlich in Form von schwarzem Tee oder Elektrolytlösung. Nach 24 Stunden Anfütterung mit einer Diät aus 1 Teil Hüttenkäse sowie 2 Teilen gekochtem Reis.

Wenn dieses Management nicht zum Erfolg führt, unbedingt am 3.Tag den Tierarzt aufsuchen, denn Durchfall ist häufig nur ein Symptom, dem viele verschiedene Erkrankungen zu Grunde liegen können.

Erbrechen, Speicheln

Die Tiere zeigen Würgebewegungen, Erbrechen von Futter, Schleim, weißem Schaum aus dem Maul. Häufig kratzen sie mit den Pfoten am Hals und am Maul, wenn sich Fremdkörper in der Maulhöhle befinden.

Erste Hilfe besteht im Entfernen von Futter und Flüssigkeit. Bei wiederholtem Erbrechen unbedingt den Tierarzt aufsuchen, da es sehr rasch zu starkem Flüssigkeitsverlust kommen kann.

Hitzschlag

Auch unsere vierbeinigen Begleiter leiden unter hochsommerlicher Temperatur und können einen Hitzschlag erleiden.

Sie zeigen starkes Hecheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Zahnfleisch und Lefzen sind dunkelrot verfärbt, die Körpertemperatur steigt z.T. bis 41- 43°.

Bringen Sie Ihr Tier sofort in den Schatten und kühlen es durch mit kaltem Wasser getränkte Tücher! Niemals den Patienten mit kaltem Wasser abspitzen oder im Schwall begießen! Kontrollieren Sie die Temperatur alle 5 Minuten. Sinkt diese nicht, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Insektenstiche

Genau wie beim Menschen können Tiere allergisch (z.B. Boxer) auf einen Insektenstich reagieren Die Tiere zeigen nach einem Stich deutliche Schwellungen an den Lippen und im Kopfbereich, teilweise große runde Schwellungen (Nesselausschlag) am ganzen Körper, Atemnot. Es besteht Erstickungsgefahr und der Patient muss sofort zum Tierarzt.

Ist ihr Tier kein Allergiker, entfernen sie den Stachel und kühlen die Stichstelle. Bei Stichen in Mund und Hals immer zum Tierarzt wegen der Erstickungsgefahr!

Krampfanfälle

Die Tiere zeigen häufig gekrümmte Körperhaltung, Muskel- Zittern, Kaukrämpfe, Speichelfluss, manchmal Bewusstlosigkeit.

Legen Sie Ihren Liebling auf eine Decke auf dem Boden und lassen ihn in Ruhe. Normalerweise gehen solche Anfälle in ca. 3 Minuten vorüber. Dauern sie jedoch länger, unbedingt den Tierarzt aufsuchen!

Magendrehung

Besonders betroffen sind große Hunde mit breitem und tiefen Brustkorb. Meist tritt die Magendrehung dann auf, wenn Ihr vierbeiniger Freund gierig gefressen hat, der Magen voll ist, und durch sein Gewicht "umkippen" kann. Daher ist es sinnvoll, diese Hunde zweimal am Tag zu füttern und ihnen anschließend Ruhe zu gönnen!

Die Hunde zeigen ein plötzliches Anschwellen des Bauches, sind kurzatmig, abgeschlagen und versuchen zu erbrechen (pumpen und würgen, ohne Erfolg).

Erste Hilfe ist nicht möglich, bei Verdacht sofort in eine Tierklinik, die die Magendrehung operieren kann!! Innerhalb der ersten 2 Stunden besteht die Chance - zu 50% - die Magendrehung zu überleben. Danach nimmt sie rapide ab.

Ohrenschmerzen

Anzeichen für Erkrankungen des Ohres sind Schütteln des Kopfes, Kratzbewegungen mit den Pfoten im Bereich der Ohren. eventuell Gleichgewichtsstörungen.

Die Erste Hilfe besteht in Spülen des Gehörganges mit Epi-Otic oder ähnlichen milden Reinigungslösungen.

Tritt das Kopfschütteln plötzlich auf, so besteht begründeter Fremdkörperverdacht. Hier ist der sofortige Gang zum Tierarzt anzuraten, damit der Fremdkörper unter Sichtkontrolle entfernt werden kann.

Vergiftungen

Vergiftungssymptome sind so vielfältig wie mögliche Gifte und daher sehr schwer vom Laien einzuordnen! Falls Sie die Giftaufnahme beobachtet haben, suchen Sie sofort den Tierarzt auf, der dann mit einer Injektion Erbrechen auslösen kann. Nehmen Sie etwas von der aufgenommenen Substanz oder evtl. die Verpackung mit.

Mögliche Vergiftungssymptome Schwäche, Zittern, Erbrechen, Blutungen, Durchfall, Zusammenbruch, Speicheln, Lähmungen. Bewusstseinstrübungen, Blässe und Schock.(s.d.)

Häufige Gifte im Haushalt sind: Ratten- und Mäusegift, Pflanzenschutzmittel, Dünger, verschiedene Pflanzen, Frostschutzmittel, Medikamente.

Erste Hilfe ist bei der Vielzahl der Gifte - abgesehen vom durch mit gesättigtem Salzwasser ausgelösten Erbrechen, - kaum möglich. Bei Säuren das Tier nicht zum Erbrechen bringen.
Keine Milch geben, da viele Gifte fettlösend sind.


Zeckenbiss

Die Zecke befällt ihr Wirtstier, um sich durch Saugen von Blut zu ernähren. Häufig finden wir die Quälgeister erst dann, wenn sie sich bereits festgesaugt haben und es zu einer Rötung und Schwellung an der Bissstelle gekommen ist.

Mit der Zeckenzange erfassen wir den Körper der Zecke und drehen diese kreisförmig so, als ob wir eine festgedrehte Schraube entfernen wollten. Anschließend betupfen wir die Bissstelle mit einem Desinfektionsmittel. Bleibt die Rötung erhalten, suchen Sie bitte umgehend den Tierarzt auf.

Autor der Ersten Hilfe Ratschläge:

KLEINTIERKLINIK HARDEGSEN
Dr. med. vet. Nikolaus Ahlborn
Am Büh 9, 37181 Hardegsen