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Ausstellungen

Hundeausstellungen



Für den Züchter stellen sie in der Regel nichts aufregendes mehr dar, der "Otto-Normal-Hundebesitzer" sieht sich aber oft einem Wust von Neuem gegenüber. Dieser kleine Leitfaden soll ein paar kleine Einblicke in diese Sparte des Hundehalterdaseins geben.

Zuallererst möchte ich mal zu der Aussage äußern, dass Ausstellungen Streß für den Hund bedeuten. Von ein paar Ausnahmefällen abgesehen bedeuten sie meiner Meinung nach (natürlich bei einem sorgsamen Umgang mit dem Hund und entsprechender Rücksichtnahme auf das Tier) nämlich vor allem für den Besitzer Streß.
Mein sonst Neuem gegenüber eher etwas vorsichtigerer Hund ließ seine erste Ausstellung mit einer gigantischen Seelenruhe über sich ergehen, während sein Frauchen (ebenfalls die erste Ausstellung) ihre bessere Hälfte mit an den Haaren herbeigezogenen Gesprächen über sonstwas nervte, um die Zeit bis sie dran war, totzuschlagen. Von den zitternden Beinen beim Aufstellen vor dem Richtertisch ganz abgesehen...

Obwohl ich schon häufig ohne Hund auf Ausstellungen war, versuchte ich vor der ersten eigenen im Internet und in Büchern viel über Ablauf, Bewertungen u.s.w. zu finden. Leider mit sehr mäßigem Erfolg. Ebenfalls Ausstellungsinteressierte ohne Ahnung sollen daher hier (hoffentlich) auch fündig werden. Kritik, Tipps und weitere Informationen werden gerne aufgenommen!

Was ist eine Ausstellung?

Zunächst einmal muß man sich klarmachen, was eine Ausstellung ist. Der zweite gebräuchliche Begriff "Zuchtschau" trifft den Kern der Sache vielleicht besser. Auf einer Zuchtschau soll die Nachzucht der Rasse gezeigt werden. Züchter und Hundebesitzer lassen von einem anerkannten Zuchtrichter feststellen, inwieweit ihr Tier dem international gültigem Rassestandard entspricht. Die Zuchtrichter sind bei ihrer Bewertung ausschließlich dem Rassestandard verpflichtet. Ihr Urteil ist frei und unanfechtbar.
Und schon sind wir beim Vorurteil Nummer eins:
Ausstellungen sind immer subjektiv! Es ist schon richtig. Jeder Dalmatinerbesitzer z.B. bevorzugt einen eigenen Typ, jeder Züchter hat sein Idealbild vor Augen, natürlich immer im Rahmen des festgelegten Standards. Und so hat auch jeder Richter bestimmte Vorlieben und Dinge die ihm besonders wichtig sind, ebenso Dinge die er bei seiner Rasse gar nicht akzeptieren kann. Das ist aber kein Widerspruch in sich. Haben sie erst einmal einige Ausstellungen besucht, ergibt sich aufgrund mehrerer Formwertbeurteilungen schon ein recht klar umrissenes Bild ihres Hundes.

Die Ankunft auf der Ausstellung

Wenn sie am Morgen auf der Ausstellung erscheinen, wird zunächst einmal ein anwesender Tierarzt den mitgebrachten Impfpass überprüfen. Danach erhalten sie im Ausstellungsbüro ihre Ausstellungsunterlagen. Diese beinhalten in der Regel ihre Startnummer und einen Katalog in dem alle Teilnehmer vermerkt sind.
Die Reihenfolge der Klassen im Katalog entspricht meist auch der eingehaltenen Reihenfolge auf der Ausstellung. So wissen sie also schon einmal ungefähr wann sie an der Reihe sind. Suchen sie sich nun also einen guten Platz am Ring, denn neben dem Ausstellen des eigenen Hundes wolle sie ja sicherlich auch etwas von den anderen Hunden sehen. Der beste Platz am Ring ist sicherlich der gegenüber des Richtertisches, weil sie hier die Hunde in ihrer vollen Pracht sehen können wenn sie dem Richter zur Endbewertung präsentiert werden. Natürlich sind diese Plätze auch von allen anderen Ausstellern heiß begehrt und so ist es sicherlich vorteilhaft, wenn sie nicht auf die letzte Minute kommen.
Versuchen sie ihren Hund auf der mitgebrachten Decke möglichst ruhig zu plazieren. Die erste Aufregung ist jetzt vorbei und sie haben Zeit ein wenig durchzuatmen.

Das Warten auf die Bewertung



Der Ablauf im Ring

Der Helfer des Richters, ein sogenannter Ringsteward ruft nun die jeweiligen Klassen auf und sie sind selber dafür verantwortlich bei Aufruf im Ring zu erscheinen. Wenn sie also die Halle kurzfristig verlassen z.B. um den Hund auf den ausgeschilderten Löseplatz zu bringen, vergewissern sie sich vorher, daß ihre Klasse nicht als nächstes aufgerufen wird.
Als erstes müssen Sie im Ring unter den anderen Teilnehmern ihren Platz finden. Das ist ganz einfach, denn sie haben ja ihre Startnummer für Richter und Steward gut lesbar mit ihrem Clip an ihrer Kleidung befestigt. Im Ring stellt man sich nach Startnummern auf. Betritt der Richter die Mitte des Ringes stellen alle Handler ihre Hunde zunächst einmal in Position. Das heißt, sie stellen ihren Hund so zum Richter, daß er ihn von der Seite gut und deutlich betrachten kann.
So verschafft sich der Richter den ersten Überblick über die anwesenden Hunde. Danach wird der Richter in der Regel alle Handler auffordern ihre Hunde im Kreis im Trab zu bewegen. Hierbei richtet man sich in der Geschwindigkeit natürlich nach dem vorhergehenden Handler. Sie haben später bei der Einzelbewertung noch die Möglichkeit ihren Hund in dem für ihn am vorteilhaftesten Tempo vorzustellen. Der Richter gibt das Kommando zum abbrechen und nun fordert er den ersten Teilnehmer auf, zu ihm zu kommen zur Einzelbewertung.
Solange sie nicht an der Reihe sind, lassen sie ihren Hund in dieser Wartesituation entspannen. Der Richter sieht jetzt nur den Hund in der Einzelbewertung , es ist nicht nötig ihren Hund die gesamte Zeit gespannt zu halten. Das ist für sie sehr schwer und die Konzentrationsfähigkeit des Hundes wird überfordert.
Der bereits gerichtete Hund schließt sich nun entweder am Ende der wartenden anderen Hunde wieder der Reihe an oder er verläßt den Ring. Der Richter fordert nun den nächsten Handler auf zur Einzelbewertung zu kommen.
Fordert der Richter sie auf als nächstes zu ihm zu kommen ,machen sie ihren Hund aufmerksam und gehen dann zum Richter. In der Regel wird der Richter zunächst den Hund anfassen wollen. Er fühlt die Rippen ab, bei den Rüden überprüft er das Vorhandensein beider Hoden, Wenn er das Gebiß kontrollieren möchte, helfen sie ihm indem sie den Hund so vor sich nehmen, daß er sich nicht nach hinten dem Richter entziehen kann.
Auch wollen die Richter meistens die Mimik des Hundes und seine freundliche Ausstrahlung beurteilen. Dazu spricht der Richter den Hund an und achtet auf seine Reaktionen.
Anschließend wird der Richter sie auffordern ihren Hund zu bewegen.

Nach dem Vorführen in der Bewegung begibt sich der Richter zum Richtertisch um seinem Steward die Bewertung ihres Hundes zu diktieren. Jetzt kommt es auf sie an.
Sie müssen ihren Hund nun bestmöglichst präsentieren. Wieder muß der Hund so aufgestellt werden, daß er für den Richter von der Seite zu beurteilen ist. Halten sie genügend Abstand zum Richtertisch, damit der Richter auch im Sitzen ihren Hund in der Gesamtheit beurteilen kann. Versuchen sie in diesem entscheidenden Moment Ruhe zu bewahren und den Hund nicht durch ihre eigene Nervosität zur Unruhe zu bringen. Konzentrieren sie sich ausschließlich auf ihren Hund. Nichts auf dieser Welt darf sie in diesem Moment ablenken.
Der Richter wird sich in der Regel nach Fertigstellen seines Urteils erheben und sie zu ihrem Platz zurückschicken.
Sie und ihr Hund haben nun wieder die Möglichkeit ein wenig zu entspannen. Nehmen sie sich die Zeit um in Ruhe durchzuatmen.
Ist die letzte Einzelbewertung geschrieben, ist die erste Entscheidung bereits gefallen. Normalerweise werden sie jetzt vom Richter oder dem Steward geteilt. Alle Hunde die mit der Formwertnote "Vorzüglich" bewertet worden sind bleiben im Ring und alle anderen dürfen den Ring verlassen. Oft geht der Richter zu den Handlern die ausscheiden müssen und verabschiedet sie mit Handschlag, es kann aber auch sein, daß der Steward einfach nur ihre Nummer aufruft und sie wissen dann, daß es Zeit ist den Ring zu verlassen.
Haben sie Glück und sind in der Endausscheidung dabei, wird es jetzt noch einmal sehr spannend und gerade jetzt kommt es nur auf sie und ihre gemeinsame Ausstrahlung an. Oft sind die mit Vorzüglich bewerteten Hund so gleichmäßig gut, daß nur noch das bessere Vorstellen die Entscheidung bringt. Also noch einmal alle Mühe gegeben.
In der Regel müssen sie alle zusammen nun noch ein paar Runden laufen, vielleicht auch noch einmal einzeln auf und ab.
Anschließend kommt das letzte Aufstellen. Geben sie alles. Zeigen sie den Hund in seiner ganzen Pracht. Nun werden die Platztafeln aufgestellt. Dies sind Schilder mit den Ziffern 1 - 4.
Der Richter kommt in der Regel zuerst zum Viertplazierten und fordert ihn auf seinen Hund zur entsprechenden Tafel zu führen. Der Reihenfolge nach werden jetzt die ersten Drei plaziert .

Das Vorführen

Wenn ich zu Anfang meines Leitfadens von den verschiedenen Faktoren sprach, die sich auf die Bewertung ihres Hundes auswirken, so ist sicher ihr "Handling", das heißt die Art und Weise wie sie ihren Hund im Ring präsentieren, aber auch wie sie sich selber im Ring bewegen, von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit.
Leider wird uns Deutschen genau in diesem Punkt von ausländischen Richtern immer wieder schlechtes Benehmen vorgeworfen. Und es ist traurig, daß die Richter oft recht haben.
Es ist für einen Richter, der immerhin ehrenamtlich zum Teil aus dem Ausland anreist, sicher sehr enttäuschend, wenn er merkt, daß viele Aussteller ihr Handeln gar nicht ernst nehmen und ihre Hunde nicht ausreichend vorbereitet haben.
Die Richter müssen Hunde beurteilen, die weder ordentlich gepflegt noch genügend trainiert sind.
Hunde die nicht ordentlich im Ring stehen , beim Vorführen hüpfen und springen, sich nicht anfassen lassen und ihre Zähne nicht freiwillig zeigen sind sicher noch das Erträglichste. Vor einigen Jahren haben sich zwei erfahrene, englische Showrichter über aggressives Verhalten einer Retriever-Rasse im Showring beklagt. Nach meiner Meinung handelt es sich bei diesen Rüden nicht ums wesensmäßig schlecht veranlagte, sondern einfach um schrecklich unerzogenen Exemplare. Spätestens hier wird aber deutlich, daß es ohne Ringtraining einfach nicht geht.
Was sind also die nötigen Grundvorraussetzungen für ein erfolgreiches Ausstellen?
Natürlich sollte ihr Hund ordentlich sozialisiert sein. Er muß Spaß daran haben andere Menschen und Hunde zu treffen und dies auch z.B. durch Übungsstunden in ihrem Hundeverein gewöhnt sein. Eine gute solide Grundausbildung ist natürlich selbstverständlich. Leinenführigkeit ist nötig, damit ihr Hund nicht mit ihnen durch die Ausstellungshalle spazieren geht sondern umgekehrt.
Ihr Hund sollte sich in ausgezeichnetem Pflegezustand befinden.
Das heißt nicht zu fett, ordentlich bemuskelt, aber bitte auch nicht zu schlank. Das Fell sollte sauber sein und auch beim Anfassen keinen unangenehmen Geruch an den Händen hinterlassen. Entfernen Sie soweit möglich den Zahnstein und säubern sie das Außenohr.

Das Aufstellen


Ihr Hund sollte frei und ungezwungen vor Ihnen stehen.
Er sollte sein Gewicht gleichmäßig auf allen vier Beinen verteilt halten, dabei mit seinen Beinen genau unter dem Schwerpunkt stehen und freudig zu ihnen aufschauen. Mit freudiger Rute soll er dennoch relativ ruhig und ohne zappeln dastehen, seinen Platz beibehalten und möglichst über die ganze Dauer der Bewertung Kontakt zu ihnen haben.
Wenn möglich sollten sie mit dem Training schon im frühesten Welpenalter begonnen werden. Bitte nehmen sie aber Rücksicht auf die noch nicht sehr ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit eines Welpen. Den Welpen nur einen kleinen Moment stehen lassen, vielleicht zweimal wiederholt, ist zu Anfang völlig ausreichend.
Seien sie bitte äußerst freundlich aber konsequent zu ihrem Hund, er soll das Stehen als eine positive Übung erfahren.
Die Zahnkontrolle sollte schon aus gesundheitlichen Gründen zum täglichen Ritual werden. Schieben sie ihrem Hund vorsichtig die Lefzen hoch und kontrollieren sie sanft die Stellung der Kiefer aufeinander. Danach kontrollieren sie den hinteren Bereich der Maulhöhle. Dabei loben sie ihn natürlich für sein gutes Betragen. Wenn sie dies vom Welpenalter an regelmäßig tun, ist es für den Hund nichts Ungewöhnliches und er wird es freundlich dulden.

Das Vorführen in der Bewegung

ist nicht so schwer zu erlernen, wie das Aufstellen, aber auch hierbei sind einige Punkte zu berücksichtigen.
Natürlich sollte ihr Hund, bevor sie mit dem Training beginnen, ordentlich leinenführig sein. Legen sie ihrem Hund zu Beginn wieder seine Ausstellungsleine an, damit er zwischen Unterordnungsübungen und dem Training für die Ausstellung unterscheiden kann. Der Hund sollte sich im Ring nicht in der Unterordnung befinden, denn er muß sich frei und freudig zeigen. Jeder soll sehen, wieviel Spaß es ihm macht, mit ihnen durch den Ring zu laufen. Es gibt wahre Showtalente, die es sichtlich genießen im Mittelpunkt zu stehen, die förmlich neben ihrem Besitzer her schweben und alles zeigen was sie in der Bewegung mitbringen. Freuen sie sich, wenn sie ein solches Exemplar besitzen aber verzweifeln sie bitte nicht , wenn ihr Hund nicht zu diesen gehört.
Der Richter möchte den Hund in einer geraden gleichmäßigen Bewegung im Trab sehen. Zuerst laufen sie eine gerade Strecke vom Richter weg. Am Ende der Strecke drehen sie ihren Hund um, und zwar so, daß der Richter den Hund in der Drehbewegung sehen kann, das heißt sie gehen um den Hund herum. Nun laufen sie gerade auf den Richter zu. Hierbei soll der Hund auf gleicher Linie mit dem Richter sein, nicht sie, der Richter möchte schließlich nicht ihre schwungvollen Bewegungen beurteilen, sondern die ihres Hundes. Anschließend wird noch einmal ein Kreis gelaufen, hierbei sollte der Hund natürlich auch innen laufen. Dies kann alles auch in einer anderen Reihenfolge stattfinden, manche Richter bevorzugen auch das sog. "Vorführdreieck".

Bewertung

Auf der Ausstellung werden die Hunde in verschiedene Klassen eingeteilt.
Zunächst einmal erfolgt eine Einteilung in Rüden und Hündinnen.
Ist nur ein Richter zur Bewertung eingeladen, werden grundsätzlich die Rüden zuerst gerichtet. Erst wenn alle Rüdenklassen fertig sind, wird mit den Hündinnen begonnen.

Klasseneinteilung
Jüngstenklasse 6-9 Monate
Jugendklasse 9-18 Monate
Zwischenklasse 15-24 Monate
Offene Klasse ab 15 Monate
Championklasse Champions ab 15 Monate
Veteranenklasse ab 8 Jahre

Formwertnoten
Jüngstenklasse:
Vielversprechend (vv)
versprechend (vsp oder v)
wenig versprechend (wv)
alle anderen Klassen:
vorzüglich (V)
sehr gut (sg)
gut (g)
genügend (ggd)
nicht genügend (nggd)

Checkliste für die Ausstellung

- Pflegeutensilien: Tuch für die Augen, Handtuch
- Wassernapf
- Wasserflasche für den Hund
- Verpflegung Mensch und Hund
- Hundeleckerli zum Vorführen ( am besten weiche Hundekaustreifen, die vorher in kleine Stücke zerteilt wurden)
- Ansteckclip für ihre Startnummer
- Ausstellungsleine. Empfehlenswert für das Ausstellen ist eine sehr dünne, der Farbe ihres Hundes angepaßte weiche Nylonleine. Lederleinen sind meist zu steif und lassen sich so schlechter handhaben.
- Meldebestätigung, Impfpass und Ahnentafel
- Klappstuhl
- Decke für den Hund

 

Autor: Viola Speier, Bad Sülze

Klasseneinteilung


Welpenklasse

Alter: 6-9 Monaten (nicht offizielle gruppe)
Hunde in der Welpenklasse nehmen an dem Wettbewerb um den besten Welpen der Rasse teil.

Jugendklasse
Alter: 9-18 Monate
Hunde die in der Jugendklasse angemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um das CAC und BOB teil, NICHT um das CACIB.
Für einige Rassen gilt jedoch, dass der Hund in der Gebrauchshundeklasse angemeldet werden soll, um am Wettbewerb um das Certifikat teilzunehmen. (Siehe welche Rassen bei der Gebrauchshundeklasse).

Zwischenklasse
Alter: 15-24 Monate.
Hunde die in der Zwischenklasse angemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um das CAC, CACIB und BOB teil.
Für einige Rassen gilt jedoch, dass der Hund in der Gebrauchshundeklasse angemeldet werden soll, um am Wettbewerb um das Certifikat teilzunehmen. (Siehe welche Rassen bei der Gebrauchshundeklasse).

Offene Klasse
Alter: Ab 15 Monaten
Hunde die in der offenen Klasse angemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um das CAC, CACIB und BOB teil.
Für einige Rassen gilt jedoch, dass der Hund in der Gebrauchshundeklasse angemeldet werden soll, um am Wettbewerb um das Certifikat teilzunehmen. (Siehe welche Rassen bei der Gebrauchshundeklasse).

Gebrauchshundeklasse
Alter: Ab 15 Monaten
Hunde in dänischem Eigentum, sollen eine DKK-anerkannte Prüfung für die jeweilige Rasse bestanden haben. Für nichtdänische Hunde muss bei der Anmeldung die WCC-Bescheinigung (FCI-vorgeschriebene Formular) beigelegt werden. Hunde die in der Gebrauchshundeklasse gemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um das CAC, CACIB und BOB teil.
Folgende Rassen MÜSSEN in der Gebrauchshundeklasse angemeldet werden, um für das Certifikat (CAC) konkurieren zu können:
Altdänischer Vorstehhund, Bretonischer Spaniel, Chesapeake Bay Retriever, Curly coated Retriever, Dachshund (alle Varianten), Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar, Deutsch Langhaar, Deutscher Jagdterrier, Deutscher Schäferhund, Dobermann, Drahthaariger Ungarischer Vorstehhund,
Drent'scher Hühnerhund, Englischer Pointer, English Setter, Finnischer Laufhund, Flat Coated Retriever, Französischer Rauhhaariger Korthals Vorstehhund, Gordon Setter, Grosser Münsterländer, Irischer Roter Setter, Irischer Rot-Weisser Setter, Kleiner Münsterländer, Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund, Norwegischer Elchhund grau, Norwegischer Elchhund schwarz,
Pudelpointer, Rottweiler, Schwedische Dachsbracke, Schwedischer Elchhund, Weimaraner.

Championklasse
Alter: Ab 15 Monaten.
Hunde die in der Championklasse angemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um das CACIB und BOB teil, nicht um das CAC.
Für ausländische Hunde muss bei der Anmeldung eine Kopie des nationalen oder internationalen Championates beigelegt werden.
Dänische Champions müssen in der Championklasse oder Veteranenklasse angemeldet werden.

Veteranenklasse
Alter: Ab 8 Jahre.
Hunde die in der Veteranenklasse angemeldet sind, nehmen an dem Wettbewerb um BOB und Bester Veteran teil, nicht um das CAC oder CACIB.
Dänische Champions MÜSSEN in der Championklasse oder Veteranenklasse angemeldet sein

Nachzuchtgruppe
Eine Nachzuchtgruppe besteht aus einem Elterntier mit Minimum drei, Maximum fünf Nachkommen (Erste Generation Söhne/Töchter)
Für Rassen, wo spezielle Prüfungsanforderungen für das Erteilen des certifikates gelten, müssen mindestens zwei Hunde der Gruppe eine für die Rasse erforderliche Prüfung bestanden haben.
Die Hunde müssen entweder in Champion-, Junior-, Zwischen-, Offene-, Gebrauchshunde- oder Veteranenklasse gemeldet sein. (Das Elterntier kann doch ”außer Beurteilung” angemeldet sein).
Welpen und Hunde, die ”Disqualified” oder ”Cannot Be Judged” erhielten, können in der Nachzuchtklasse nicht teilnehmen.

Zuchtgruppenklasse
Eine Zuchtgruppe besteht aus Minimum drei, Maximum fünf Exemplaren der gleichen Rasse und Varietät (Größe und/oder Haarart) abgesehen vom Geschlecht, gezüchtet vom gleichen Züchter (Gleicher Kennelname).
Für Rassen, wo spezielle Prüfungsanforderungen für das Erteilen des certifikates gelten, müssen mindestens zwei Hunde der Gruppe eine für die Rasse erforderliche Prüfung bestanden haben.
Die Hunde sollen entweder in Champion-, Junior-, Zwischen-, Offene-, Gebrauchshunde- oder Veteranenklasse angemeldet sein.
Welpen und Hunde, die ”Disqualified” oder ”Cannot Be Judged” erhielten, können in der Zuchtgruppenklasse nicht teilnehmen.

 

Begriffe für Hundeausstellungen von A - Z

 
A
 
AKZ
Ausbildungskennzeichen
 
anw.
anwesend
 
Anwartschaft
Dieses Dokument kann auf einer Ausstellung erreicht werden (z.B. CAC oder CACIB). Wenn man mehrere Anwartschaften hat, kann ein Championtitel erreicht werden.
 


B
 
BIG
BIG = best in Group (Bester der Gruppe)
Der FCI richtet auf grossen, internationalen Rasseausstellungen die Rassen in 10 verschiedenen Rassengruppen. Jede Rassegruppe setzt sich aus mehreren verwandten oder ähnlichen Rassen zusammen.
Alle Gewinner des BOB einer Rassegruppe ermitteln durch Stechen den BIG.
Rassegruppe 1: Hütehunde und Trebhunde (keine Schweizer Sennenhunde)
Rassegruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Rassegruppe 3: Terrier
Rassegruppe 4: Dachshunde
Rassegruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Rassegruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Rassegruppe 7: Vorstehhunde
Rassegruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Rassegruppe 9: Gesellschaftshunde, Begleithunde
Rassegruppe10: Windhunde
 
 
BIS
BIS = Best in Show
Der beste Hund der gesamten Ausstellung, wird unter allen Rassebesten einer Ausstellung (BOB) oder unter den Gruppengewinnern (BIG) einer CACIB - Ausstellung durch Stechen ermittelt.
 
BOB
BOB = Best of Breed
Damit wird der Rassenbeste einer Ausstellung bezeichnet, der im Stechen zwischen bester Hündin und bestem Rüden ermittel wird.
 
BOS
BOS = Best opposite sex
Der beste Hund des anderen Geschlechts. Wenn z.B. der BOB Hund ein Rüde ist, ist der BOS Hund die beste Hündin.
 


C
 
CAC
CAC = Certificat d' Aptitude au Championat
Dies ist die Anwartschaft auf den nationalen Championtitel der jeweiligen Rasse und kann sowohl auf kleinen nationalen, wie großen internationalen Ausstellungen verliehen werden.
 
CACIB
CACIB = Certificate d´applitude au Championat Internationale de Beuate
Anwartschaften auf den Titel "Internationaler Schönheitschampion" werden CACIB genannt. Diese darf auf internationalen Hundeausstellungen, die nach dem Reglement des FCI abgehalten werden, vergeben werden.

CACIT
CACIT = Certificat d'Aptitude au Championnat International de Travail
Die Anwartschaft auf den Titel "internationaler Arbeitschampion" bei Gebrauchshunden wird CACIT genannt.

Championklasse
Hunde mit Championtitel ab 15 Monate.
 
Crufts
Die größte Hundeausstellung der Welt findet jährlich in Birmingham statt. (Anfang März)



D
 
Dissidens
Rassezuchtvereine die nicht dem VDH angehören (UCI, Internationaler Rassehundeclub).
 
disq
Formwertnote = disqualifiziert. Ohne Bewertung wird ein Hund nur entlassen, wenn sein Gebäude, Gebiss, Hoden, Rute, Gangwerk, u.s.w. nicht vom Zuchtrichter begutachtet werden kann oder wenn an ihm Spuren von Eingriffen festgestellt werden, welche auf ein Täuschungsmannöver schliessen lassen. Disqualifiziert wird ein Hund auch, wenn sich ein operativer Eingriff feststellen lässt, der über die Beschaffenheit des Hundes hinwegtäuschen soll (z.B. Lid- oder Ohrenkorrektur).
 
 
E
 
EJS 
Europajugendsieger

ES
Europasieger
 
F
 
FCI
Die Fédération Cynologique Internationale mit Sitz in Belgien ist die Weltorganisation der Kynologie. Partner in Deutschland ist der VDH.
 
Formwertnote
Formwertnote ist die Beurteilungsnote die der Hund vom Richter erhält.
 
G
 
g
Formwertnote = gut. Diese erhält ein Hund wenn er die Hauptmerkmale seiner ARsse besitzt, aber Fehler aufweist. Die Fehler dürfen nicht verborgen werden.
 
ggd
Formwertnote = genügend. Diese enthält ein Hund der seinem Rassetyp genügend entspricht, aber nicht dessen allgemein bekannten Eigenschaften zu besitzen, oder wenn sein Allgemeinzustand nicht gut ist.
 
H
 
Handler
Das ist der Austeller der den Hund vorführt.
 
Handling
Das Vorführen des Hundes im Ring.
 
I
 
Internationaler Schönheitschampion
Um diesen Titel zu erhalten muss ein Hund dieser Rasse bereits folgende Nachweise erhalten haben:
Vier Anwartsschaftnachweise auf das Internationale Schönheits-Championat (CACIB) in drei verschiedenen Ländern, unter drei verschiedenen Richtern.
Die Anzahl der Konkurrenten wird nicht berücksichtigt. Die Nachweise müssen in einer Zeitspanne von mindestens einem Jahr und einem Tag erbracht werden.

Ausnahmen könnnen vom FCI genehmigt werden.
Die Regeln für Gebrauchshunde sind etwas anders !!
 
J
 
Jugend - Klasse
Hunde zwischen 9 und 18 Monate.

Jüngsten - Klasse
Hunde zwischen 6 und 9 Monate.
 
Jugend - Champion
Hunde, die mehrmals Ausstellungs-Konkurrenzen in der Jugedklasse gewonnen haben, erhalten den Titel "Jugend-Champion".(meist sind es 4 Jugend-CAC).
 
K
Klassen
Die jeweiligen Einteilungen in Hündin und Rüde, so wie in die verschiedenen Alters- oder/und Leistungsstufen.
 
M
 
Meldeschein
Das Formular, dass ausgefüllt werden muss um den Hund zu einer Ausstellung anzumelden.
 
N
 
Nationaler Schönheitschampion
Um diesen Titel zu bekommen, muss der Hund mehrere Ausstellungen unter verschiedenen Züchtern gewonnen haben (CAC). Die verlangte Anzahl der CAC ist unterschiedlich.
 
Nggd
Formwertnote "nicht genügend" = Hund entspricht nicht dem Rassetypus.
 
O
 
Offene Klasse
Hunde ab 15 Monate.
 
Ohne Bewertung
Formbewertung der Jüngstenklasse.
 
P
 
Paarklasse
Eine Hündin und ein Rüde, die beide im Besitz desselben Züchters sein müssen, werden gemeinsam präsentiert.
 
Pfostenschau
Kleinere Ausstellungen von Rasssezuchtvereinen auf örtlicher Ebene.
 
Puppy-Class
Jüngstenklasse
 
R
 
Richterbericht
Diese Papier wird jedem Aussteller ausgehändigt. Darin steht die Gesamtbewertung des Hundes aus Richtersicht.
 
Ring
Der abgeteilte Bereich einer Ausstellung in dem die Hunde gerichtet werden.
 
Ringhelfer
Sie helfen am Ring (schreiben, Hunde aufrufen, Papiere verteilen, Papiere Kontrollieren).
 
Ringsteward
Andere Bezeichnung für Ringhelfer.
 
S
 
sg
Formwertnote "sehr gut" = Hund besitzt rassetypische Merkmale seiner Rasse, seine Proportionen sind ausgeglichen und er ist in guter Verfassung.
 
Showtrimming
Eine spezielle, pflegetechnische Vorbereitung auf die Show. Bei einigen Rassen ist eine bestimmte Schur auch Vorschrift.
 


T
 
Tisch
Kleinere Rassen werden auf einen Tisch gestellt, damit der Richter das Gebäude und die Zähne kontrollieren kann.
 
Trimmtisch
Dieser Tisch ist dazu da, den Hund in bequemer Höhe zu frisieren.
 
U,Ue
 
Übungsrichten
Richteranwärter beurteilen unverbindlich Hunde.
 


V
 
Vzgl
Formwertnote "vorzüglich" = Hund entspricht nahezu dem Idealstandard, besitzt eine ausgezeichnete Kondition und zeigt ein ausgeglichenes Wesen.
 
VDH
Verband für das deutsche Hundewesen.

V
"versprechend" = Formwertnote der Jüngstenklasse.
 
VV
"vielversprechend" = Formwertnote der Jüngstenklasse.
 
VVSP
"vielversprechend" = Formwertnote
W
 
Weltjugendsieger
Errungener Titel auf einer Weltsiegerzuchtschau.
 
Weltsieger
Errungener Titel auf einer Weltsiegerzuchtschau.
 
Weltsiegerausstellung
Eine internationale Rassezuchtschau auf der die Titel Weltjugendsieger und Weltssieger vergeben werden können.
 
Winner Amsterdam
Grosse jährliche Ausstellung in den Niederlanden.
 
WJS
Weltjugendsieger
 
WS
Weltsieger
 
wv
" wenig versprechend" = Formwertnote"
Z
 
Zuchtrichter (innen)
Zuchtrichter(innen) haben die Aufgabe, die ausgestellten Hunde objektiv zu bewerten. Auch für Rassetauglichkeitsprüfungen sind sie zuständig. Ein(e) Zuchtrichter(in) gehört dem jeweiligen Rasseverband an und hat neben jahrelanger Ausstellungerfahrung zusätzliche Lehrgänge absolviert. Auch müssen Sie während Ihrer Ausbildung erst einmal erfahrenen Richtern assistieren.